Stickoxidbelastung in Flensburg

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Flensburg, 04.03.2017 – Gegen die anhaltende Gesundheitsgefahr durch Dieselabgase demonstrierten heute Greenpeace-Aktivisten in mehreren deutschen Städten, darunter auch in Flensburg am Nordermarkt. Unter dem Motto „Städte wollen atmen“ informieren die Umweltschützer über die gesundheitlichen Gefahren und Folgen der Abgase und diskutieren Vorschläge für eine Verkehrswende in der Stadt.

„Dieselabgase gefährden die Gesundheit von Hunderttausenden von Stadtbewohnern“, sagt Greenpeace-Sprecherin Gesche Jürgens. „Die Städte müssen jetzt weg von Diesel- und Verbrennungsmotoren, hin zu ökologischeren Verkehrsmitteln wie E-Bussen, Fahrrädern und geteilten E-Autos.“ Mit der Einführung von Hybridbussen ist Flensburg auf dem richtigen Weg.

Die Stickoxidbelastung in Flensburg ist mit 33,0 µg/m3 (Stand 2015) unter dem Jahresgrenzwert von 40 µg/m3. Wesentlich verheerender ist die Stickoxidbelastung in anderen deutschen Städten wie Kiel, Oldenburg oder Stuttgart. Und doch stammen zwei Drittel der Stickoxide in Flensburg aus dem Verkehr von Diesel-Pkw. Das Atemgift erhöht das Risiko für Asthma, Herzinfarkte sowie andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verursacht laut Europäischer Umweltagentur jährlich gut 10.000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland.

Weil viele deutsche Städte seit Jahren den geltenden Grenzwert für Stickoxid verfehlen, hat die Europäische Union inzwischen ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet. Andere Städte hingegen machen bereits vor, wie man gegen die Gesundheitsgefahr vorgehen kann. Oslo hatte im Januar wegen schlechter Luft ein mehrtägiges Fahrverbot für Dieselautos verhängt. Madrid, Paris und Athen haben beschlossen, ab dem Jahr 2025 Dieselwagen in der Innenstadt ganz zu verbieten.

Weiterführende Links

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