Das kleine Klima-Lexikon - B

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Braunkohle

Die Braunkohle ist ein fossiler Energieträger, der in Kraftwerken durch Verbennung Strom erzeugt. Da Braunkohle im Vergleich zu den anderen fossilen Brennstoffen, wie zum Beispiel Öl und Erdgas, einen höheren Kohlenstoffanteil besitzt, entsteht pro Energieeinheit auch ein höherer CO2 Austoß.

In Braunkohlekraftwerken entstehen pro Kilowattstunde zwischen 900 und 1200g CO2. Ein modernes Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk stößt im Vergleich rung 400g pro Kilowattstunde aus. Somit leistet die Verbrennung von Braunkohle einen wesentlichen Beitrag zum Klimawandel.

Es werden jährlich noch über 170 Millionen Tonnen in Deutschland gefördert, Im weltweiten Vergleich ist Deutschland damit sogar Spitzenreiter. Die Förderung in Deutschland findet ausschließlich im Tagebau statt. Hierfür werden auf vielen Quadratkilometern Wälder, Äcker und Dörfer komplett zerstört. Tausende Menschen werden wegen des Kohleabbaus gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Für den Abbaus muss zusätzlich der Grundwasserspiegel gesenkt werden, was den Grundwasserkörper dauerhaft schädigt.

Die Folgen für Mensch und Umwelt sind somit gravierend.

Außerdem entstehen bei der Verbrennung von Braunkohle nicht nur das Treibhausgas CO2, sondern zusätzlich auch noch Feinstäube, Schwermetalle, Quecksilber, Stickstoffoxide und Schwefeloxide (saurer Regen).

Einer Studie der Universität Stuttgart zufolge sterben in Deutschland jährlich rund 3.100 Menschen dadruch vorzeitig.