Das kleine Klima-Lexikon - D

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Demeter ist der älteste Anbauverband von Bauern, die sich der biologisch-dynamischen Landwirtschaft verschrieben haben. Der Name leitet sich von der griechischen Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin Demeter ab. Bereits 1927 wurde der Verband gegründet und beruht auf der Philosophie Rudolf Steiners (bekannt auch als Begründer der Waldorf - Pädagogik). Die besonders strengen Richtlinien und die spirituelle Komponente der landwirtschaftlichen Praxis heben das Demeter-Siegel von anderen Bio-Siegeln ab. In Deutschland wirtschaften rund 1500 Landwirte mit über 70.000 Hektar Fläche biologisch-dynamisch.

Was ist eigentlich bio-dynamisch?

Das Ziel der bio-dynamischen Landwirtschaft ist es, einen selbsterhaltenden Organismus zu schaffen - das Individuelle zu erhalten und zu fördern und möglichst eine vollständige Kreislaufwirtschaft im Betrieb zu erreichen. Damit ist bio-dynamisch gewissermaßen eine Ergänzung zur biologischen Landwirtschaft, bei der die Auswirkungen auf die Umwelt so niedrig wie möglich gehalten und die Artenvielfalt geschützt werden sollen.

Welche Richtlinien gelten für Demeter?

Beispiel Tierhaltung: Das Futter der Tiere muss biologisch sein und zu 50 Prozent aus dem eigenen Betrieb stammen. Medikamente wie Antibiotika oder Hormone sind verboten.

Beispiel Lebensmittelverarbeitung: Es sind nur 22 Zusatzstoffe überhaupt erlaubt und diese unterliegen einer strengen Prüfung. Mikrowellen, Strahlungen oder Gentechnik, extrem hohe Temperaturen oder extrem hoher Druck sind verboten - so wird zum Beispiel auch keine Milch homogenisiert.