Das kleine Klima-Lexikon - F

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Feinstaub besteht aus einem komplexen Gemisch von festen und flüssigen Partikeln. Für die Definition der Größe dieser Partikel gibt es zwei Fraktionen, in die sie eingeteilt werden. Partikel der Größe PM10 (particulate matter) besitzen einen Maximaldurchmesser von 10 Mikrometern. Für die Klassifizierung der ulrtafeinen PM2,5 Partikel wird ein Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometer definiert.

Feinstaub entsteht hauptsächlich durch menschliches Handeln, zum Beispiel bei Emissionen aus Verbrennungsmotoren, Kraft- und Fernheizwerken, Kaminöfen und Heizungsanlagen oder bei industriellen Prozessen wie in der Metall- und Stahlerzeugung.

In dicht besiedelten Städten ist der Straßenverkehr die Hauptquelle von Feinstäuben. Dabei gelangt der Feinstaub durch die Abgase von Verbrennungsmotoren (vorrangig Dieselmotoren) und durch den Abrieb von Bremsen und Reifen in die Luft.

Außerdem ist die Landwirtschaft über Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung eine weitere bedeutende Quelle für Feinstäube.

Eine hohe Feinstaubkonzentration in der Luft führt zu gesundheitlichen Risiken. PM10 Feinstäube können beim Menschen in die Nasenhöhlen eindringen. PM2,5 ist sogar in der Lage, über das Lungengewebe in den Blutkreislauf zu gelangen.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes sollen in Deutschland jährlich im Schnitt rund 47.000 vorzeitige Todesfälle auf die hohe Feinstaubbelastung zurückzuführen sein, zum Beispiel durch akute Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs.