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Petition 

 

an den Stadtpräsidenten Hannes Fuhrig, 

die Oberbürgermeisterin Simone Lange, und 

die Mitglieder der Ratsversammlung Flensburg 

 

Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Hannes Fuhrig, 

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Simone Lange, 

Sehr geehrte Ratsmitglieder, 

 

ein Investor möchte in dem Waldstück zwischen Schleswiger Straße und Bahnhofstraße ein großes Hotel und ein Parkhaus bauen, das in den bewaldeten Hang hinein gebaut werden soll. Dieser müsste dafür zum Teil abgeholzt werden. Wir möchten Sie dringend ersuchen, diesen Plänen die Zustimmung zu verweigern und eine Umwidmung des Waldes nicht zu beantragen, sondern im Gegenteil das gesamte Waldstück zum Wald zu erklären. Dafür gibt es viele gute Gründe: 

 

1) Das Ziel des Klimapaktes Flensburg, im Jahre 2050 CO2-neutral zu werden, hängt auch an der Erhaltung von möglichst vielen Waldgebieten, die CO2-Emissionen ausgleichen können. 

 

2) Für das Klima in der Innenstadt sind Waldstücke in Innenstadtnähe äußerst wichtig als CO2-Schlucker, Sauerstoff-Produzenten, Lärmschlucker, Luftbefeuchter, Wasserspeicher, Naherholungsmöglichkeit. All das ist für      die Gesundheit der StadtbewohnerInnen wichtig. Und auch für die psychische Gesundheit der StadtbewohnerInnen sind Waldstücke in der Nähe von großem Wert. 

 

3) Es ist ein verbreitetes Fehlurteil, dass jeder Rest Natur in der Stadt nur darauf wartet bebaut zu werden! Ohne Natur in der Stadt verliert diese gewaltig an Wohn- und Lebenswert. 

 

4) In dem Wald leben vier streng geschützte Fledermausarten; das ökologische Gutachten der Stadt kommt zu dem Schluss: „Das Plangebiet hat eine lokal bedeutsame ökologische Funktion für Fledermäuse und stellt innerhalb der Stadt Flensburg mit vier nachgewiesenen Arten ein schützenswertes Habitat dar. [...] Nicht ausgeglichen werden kann der Biotopverbund, daher muss ein möglichst breiter Gehölzbereich erhalten bleiben.“ 

 

5) Im Hang laufen unterirdische Bäche, die ihn instabil machen – er würde wohl bei Baumaßnahmen an seinem Fuß ins Rutschen kommen und die Gebäude an der Schleswiger Straße gefährden. 

 

6) Es kann leicht sein, dass ein großes Hotel an diesem Standort sehr schnell die Existenzgrundlage verliert, dann nämlich, wenn die Bahn – wie vom Verkehrsministerium angepeilt – den Fernbahnhof nach Weiche verlegt. Wenn dann der Wald schon abgeholzt ist, hat man die Natur umsonst geopfert. 

 

Mit freundlichen Grüßen! 

 

Dr. med. Helmreich Eberlein

Claus Kühne

Dr. phil. Thomas Gädeke 

Bernd Green

Pastor Johannes Ahrens 

 

... und die UnterzeichnerInnen der Unterstützungserklärung „Retten statt Roden in Flensburg“ 

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